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    Futuristisches Forschungsschiff „Tara Polar Station“ legt in Ísafjörður an

    Ein Schiff wie aus der Zukunft. Die Autorin und viele andere Ísafjörður trauten ihren Augen nicht. Am Samstag lief in Ísafjarðarhöfn ein außergewöhnliches Schiff ein, das auf den ersten Blick eher an ein Raumschiff als an ein traditionelles Forschungsboot erinnert.

    Die Tara Polar Station dient künftig als schwimmendes Labor, in dem Wissenschaftler, Akademiker und Künstler gemeinsam die Arktis und ihre unmittelbare Umgebung erforschen werden.

    Bau der Tara Polar Station in Frankreich abgeschlossen

    Das futuristisch anmutende Schiff wurde im französischen Cherbourg in der Normandie gebaut und im April 2025 fertiggestellt. Es ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts zwischen Frankreich und der Europäischen Union. Mit einer Länge von 26 Metern, einer Breite von 16 Metern, einem Tiefgang von 3,2 Metern und einer Besatzung von 18 Personen ist die „Tara Polar Station“ kompakt, aber hochmodern ausgestattet. Dank ihrer speziellen Bauweise kann sie bis zu 500 Tage ununterbrochen auf See verbringen und soll in den kommenden 18 Jahren regelmäßig zu Expeditionen in die Arktis aufbrechen.

    Neues Kapitel der internationalen Arktisforschung

    18 Jahre nach ihrer ersten Nordpol-Expedition mit dem Schoner Tara hat die Tara Ocean Foundation ein wissenschaftliches Programm von völlig neuer Dimension ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Forschung zu Klima, Artenvielfalt und den Veränderungen in der Arktis entscheidend voranzutreiben.

    Von der Idee zur schwimmenden Forschungsbasis

    Der Bau der Tara Polar Station begann im September 2023 und wurde im April 2025 von Constructions Mecaniques of Normandy in Cherbourg abgeschlossen. Damit entstand eine völlig neue Art von Forschungsbasis, die sich über Jahrzehnte hinweg in den arktischen Gewässern behaupten soll.

    Interdisziplinäres Team für die Arktis-Expeditionen

    An Bord vereint das Projekt ein außergewöhnliches Team: Klimatologen, Biologen, Physiker, Ökologen, Glaziologen, Ozeanographen, Ärzte, Journalisten, Künstler und Seeleute – alle mit dem gemeinsamen Ziel, die Arktis in den kommenden zwei Jahrzehnten umfassend zu erforschen.

    Wissen für die Zukunft bis 2045

    Von der ersten Expedition Tara Polaris I bis zum Jahr 2045 soll strategisches Wissen gesammelt und mit der gesamten Menschheit geteilt werden. Damit öffnet sich ein neues Kapitel in der internationalen Polarforschung, das von Ísafjörður aus seinen symbolischen Anfang nimmt.

    Titelfoto: Die Tara Polar Station in Ísafjörður / © Mirjam Lassak

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