Die Arbeiten am Fjallaböð (Bergbad) im Þjórsárdalur laufen derzeit auf Hochtouren. Nach Abschluss der umfangreichen Erdarbeiten hat nun der Bau des eigentlichen Gebäudes begonnen. Rund 50 Arbeiter sind aktuell vor Ort im Einsatz.
Die ersten Gäste sollen laut Planung im Frühjahr 2028 empfangen werden. Das Grundstück, auf dem gebaut wird, gehört dem isländischen Staat und ist für 40 Jahre an Rauðkambar, ein Tochterunternehmen der Blauen Lagune, verpachtet. Das Projekt sollte ursprünglich Ende 2019 abgeschlossen sein.
Das Bad entsteht am Ort des ehemaligen Geothermiebades Þjórsárdalslaug, das Landsvirkjun damals aus Betonresten des Kraftwerks Búrfellsvirkjun angelegt hat .
Das außergewöhnliche Spa-Projekt entsteht größtenteils im Inneren des Berges Rauðukambar. Das Bauwerk wird rund 5.300 Quadratmeter umfassen, wovon etwa 60 Prozent in den Fels eingelassen sind. Vorgesehen ist nicht nur ein Bade- und Wellnessbereich, sondern auch ein Hotel mit 40 Zimmern.
„Jetzt gießen wir den Beton für das Bauwerk selbst. Die Erdarbeiten sind abgeschlossen, wir haben eine zehn Kilometer lange Straße angelegt und beginnen langsam, aus dem Boden hervorzutreten“, erklärt Magnús Orri Schram, Geschäftsführer der Bergbäder bei Visir.
Zusätzlich ist ein Besucherzentrum im Þjórsárdalur geplant. Dieses soll Filmvorführungen und interaktive Infotafeln bieten und die Geschichte sowie die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Tals erlebbar machen.
Ein besonderes Konzept betrifft auch die Anreise: Besucher parken ihre Fahrzeuge an der Gedenkstätte des Tals und werden von dort mit Pendelbussen ins Bergbad transportiert.
„Dort gehen die Gäste in den Berg hinein, ziehen sich um und gelangen von innen ins Wasser. Schritt für Schritt öffnet sich das Gebäude dann nach Süden in das Tal“, beschreibt Schram die künftige Gästeerfahrung.
Titelfoto Bauarbeiten am Berg Rauðukambar / © Mirjam Lassak

