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    Ein Blick ins Innere eines Vulkans: Die Páskahellir, ein Lavatunnel auf Heimaey

    Im Lavatunnel Páskahellir wanderst du auf den Wegen einst fließender Lava. Ein unvergessliches Erlebnis auf den Westmänner-Inseln erwartet dich!

    Páskahellir ist ein kleiner Lavatunnel, der während der Eruption des Vulkanes Eldfell auf Heimaey entstand. Die Erkundung ist eine großartige Gelegenheit, auf demselben Weg der Lava zu gehen, wie sie während des Eldfell-Ausbruches floss. Wenn du ein bisschen Abenteuergeist mitbringst und einmal in das Innere eines Vulkanausbruches schauen und die erstarrte Lava hautnah ohne geführte Tour erleben möchtest, dann ist Páskahellir die richtige Wanderung für dich.

    Wie entstand die Höhle?

    Der Ausbruch von Eldfell (Feuerberg) dauerte vom 23. Januar 1973 bis zum 3. Juli desselben Jahres. Die Lava, die von Eldfell im Lavafeld zusammenfloss, heißt Paskahraun. Genau hier bildete sich Páskahellir (Osterhöhle). An der Stelle der Höhle verlief vor dem Vulkanausbruch die Küstenlinie bzw. war nur das Wasser des Atlantiks. Den Namen Osterhöhle hat sie bekommen, da sie um die Osterzeit durch die Lava geformt wurde.

    Wie kommst du zur Lavahöhle?

    Páskahellir befindet sich auf der Südostseite am Fuße des Vulkanes Eldfell.

    Lage der Paskahellir, Karte: Visitvestmannaeyjar/bearbeitet

    Ich bin den Fellavegur bis zur Shooting-Range gefahren. Dort habe ich mein Auto geparkt. Hier heißt es zunächst aufgepasst, ob sich gerade jemand dem Hobby des Schießens hingibt, da der Weg zur Höhle direkt am Schießstand hinunter ins Lavafeld führt. Ich habe auf mich aufmerksam gemacht und mit dem Mann am Schießstand gesprochen.

    Shooting-Range-Warnschild

    Von hier habe ich einen unglaublichen Blick auf Eldfell, der an diesem sonnigen Tag in schönsten Rottönen erstrahlt

    Weg zur Höhle

    Vom Schießstand aus habe ich einen guten Blick auf das am Fuße des Vulkanes Eldfell liegende Lavafeld. Unten angekommen sehe ich auch schon einen kleinen Pfad durch die Lava, dem ich intuitiv einfach folge, ohne genau zu wissen, ob ich richtig bin.

    Blick vom Schießstand auf Lavafeld
    Pfad durch das Lavafeld zur Höhle

    Nach nicht einmal fünfzehn Minuten gemütlichen Schlenderns stehe ich vor einem gut erkennbaren Loch im Lavafeld. Das ist der Höhleneingang und hier steige über Lavabrocken hinunter.

    Blick vom Zugang hoch zum Eldfell
    Nach einer kleinen Kraxelei stehe ich schon am Anfang des Lavatunnels

    Der Lavatunnel sieht wie eine Rolle aus. Es wird nie so richtig dunkel, da ich immer irgendwie das Ende der Höhle sehe.

    Gleich nach dem Eingang kann ich durch dieses Loch nach oben sehen
    Blick zum Lavatunneleingang zurück
    Hier zeige ich auf den Ausgang des Lavatunnels

    Während ich hier stehe, denk ich daran, wie das wohl war, als die Lava hier angeflossen und diesen Tunnel für die Nachwelt geformt hat.
    Über Lavagestein kraxele ich nach oben zum Ausgang
    Ich drehe mich zum Ausgang der Höhle noch einmal um und kann von hier wieder den Vulkan Eldfell sehen

    Von der Paskahellir aus habe ich gute Sicht auf das Lavafeld Paskahraun und eine vorgelagerte Insel

    Geführte Besichtigung eines Lavatunnels

    Diese Lavahöhle ist eine gute Möglichkeit, einen kleineren Lavatunnel zu erkunden, wenn ihr abseits der ausgetretenen Pfade gehen wollt oder auch Geld für eine geführte Tour sparen möchtet. Eine Portion Abenteuergeist gehört allerdings dazu. Passt auf, wo ihr hintretet und dass ihr beim Ein- und Ausstieg zwischen dem Lavagestein nicht umknickt. Innerhalb des kurzen Tunnels (etwa 30 Meter) habt ihr meist Strahlen von hereinbrechendem Licht.

    Wenn ihr trotzdem an einer geführten Tour in einen Lavatunnel teilnehmen möchtet, dann empfehle ich Raufarhólshellir. Das ist ein Lavatunnel wie hier, nur in richtig groß. Die Lavahöhle liegt zwischen Hveragerði und Þorlákshöfn in Südisland.

    Eine weitere Páskahellir gibt es in den Ostfjorden. Ich habe sie besucht und im SALT.Magazine findet ihr meinen Artikel darüber.

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