Árnastofnun kürt „Lavakühlung“ zum Wort des Jahres 2024
Das Árni-Magnússon-Institut für Isländische Studien hat zum zehnten Mal das Wort des Jahres gewählt. Für 2024 fiel die Entscheidung auf „Lavakühlung“ (Hraunkæling auf Isländisch), ein Begriff, der durch die intensiven vulkanischen Aktivitäten auf der Reykjanes-Halbinsel an Bedeutung gewonnen hat.
Warum „Lavakühlung“?
Die Wahl von „Lavakühlung“ als Wort des Jahres 2024 spiegelt die intensiven vulkanischen Ereignisse der letzten Jahre wider, die ihren Anfang mit dem Ausbruch im Geldingadalir am 19. März 2021 nahmen. Besonders der Sommer 2024 markierte eine Wende: Erstmals wurde die Methode der Lavakühlung aktiv eingesetzt, um Infrastruktur auf der Reykjanes-Halbinsel zu schützen.
Bereits 2023 wurde über diese innovative Technik diskutiert, die auf Erfahrungen aus dem Heimaey-Ausbruch von 1973 zurückgeht. In den Risamálheildin-Daten wurde „Lavakühlung“ 2023 161 Mal registriert – eine Zahl, die in den ersten zehn Monaten von 2024 auf beeindruckende 1.530 Erwähnungen anstieg.
Auch die neue Berufsbezeichnung „Lavakühlungsmanager“ sorgte für Aufmerksamkeit, wie Árnastofnun mitteilt. Derzeit bekleidet Helgi Hjörleifsson diese Rolle, die zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Mit der Wahl von „Lavakühlung“ erinnert Árnastofnun daran, wie sehr die isländische Sprache von aktuellen Ereignissen geprägt wird – und wie Innovation und Naturgewalten das Leben und die Sprache des Landes formen.
Wie funktioniert Lavakühlung?
Lese hier in meinem Artikel, wie die Lavakühlung Ende November 2024 in Svartsengi durchgeführt wurde.
Wer ist Árnastofnun?
Das Árni-Magnússon-Institut für Isländische Studien ist ein eigenständig finanziertes akademisches Forschungszentrum an der Universität Island, das dem Ministerium für Kultur und Wirtschaft untersteht. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Forschungen in den Bereichen Isländische Studien sowie verwandter Disziplinen durchzuführen, insbesondere zur isländischen Sprache und Literatur. Zudem widmet es sich der Verbreitung von Wissen in diesen Fachgebieten und der Pflege sowie Erweiterung der ihm anvertrauten Sammlungen.

