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    Flüchtling nach Gewalt gegen Frau und Kinder zu Haftstrafe verurteilt

    Ein Mann, der 2022 als Flüchtling nach Island kam und internationalen Schutz erhielt, ist vom Bezirksgericht Reykjanes zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann hatte seine Frau und ihre fünf Kinder über Monate hinweg bedroht, misshandelt und trotz mehrfacher Auflagen den Kontaktverboten nicht Folge geleistet.

    Flucht nach Familienzusammenführung

    Die Frau und die Kinder waren 2023 im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Island gekommen. Weniger als eine Woche nach ihrer Ankunft flohen sie vor dem Mann, der sie mit Gewalt und Drohungen in ständiger Angst hielt. Auch nach ihrem Auszug setzte er die Einschüchterungen fort, bis er im März dieses Jahres in Untersuchungshaft genommen wurde.

    Gericht spricht von besonders schwerwiegend

    Das Urteil des Bezirksgerichts umfasst 110 Seiten und schildert detailliert die Bedrohungen und Übergriffe. Der Richter bezeichnete die Taten als besonders schwerwiegend: Der Mann habe seine Frau und die Kinder durch ständige Einschüchterung und Gewalt terrorisiert.

    Zu den Drohungen gehörten Mordandrohungen, falls die Frau andere Männer grüßen sollte, sowie die Ankündigung, sie zurück in ihr Herkunftsland zu schicken. Auch die Kinder wurden Opfer von körperlicher und seelischer Gewalt, berichtet RUV.

    Strafe und Entschädigung

    Neben der Haftstrafe muss der Mann seiner Frau eine Entschädigung von vier Millionen ISK und den gemeinsamen Kindern knapp sechs Millionen ISK zahlen.

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