Erdbebenserie am Grjótárvatn: Stärkstes Beben mit Magnitude 3,3 im Ljósufjöll-System

Seit letzter Nacht bebt die Erde zwischen den drei Seen Grjótárvatn, Háleiksvatn und Langavatn im Ljósufjöll-System auf Snaefellsnes. Insgesamt wurden bis heute Nachmittag rund 45 Erschütterungen auf dem Seismometer im Hitardalur registriert, die meisten davon in Tiefen zwischen 17 und 18 Kilometern. Das stärkste Beben erreichte am Morgen um kurz vor 10 Uhr eine Stärke von 3,3 – das heftigste im Ljósufjalla-System seit dreieinhalb Monaten.

Bereits im Juni hatte es in der Region ein Beben der Stärke 3,7 gegeben. Die aktuelle Serie gilt nun als die längste seit diesem Sommer. Besonders auffällig: Drei Beben überschritten diesmal die Magnitude 3, während frühere Serien meist bei Stärken knapp über 2 endeten.

Jarþrúður Ósk Jóhannesdóttir, Naturgefahrenspezialistin beim isländischen Wetterdienst, erklärte bei RUV, dass die Erdbeben zwar intensiv, aber nicht außergewöhnlich seien. „Die Stärke spielt eine Rolle – solange die Aktivität in größerer Tiefe bleibt, besteht kein Grund zur Sorge. Erst wenn sich die Beben an die Oberfläche verlagern, könnte die Lage kritisch werden.“

Vergleichbare Serien hatte es zuletzt im April und Juli gegeben.

Titelfoto: Langavatn im Ljósufjöll-System, auf dessen westlicher Seite der Erdbebenschwarm begann /
©  Mirjam Lassak

Screenshot von vafri.is

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