Der Reykjanes Geopark will die jüngsten vulkanischen Gebiete auf der Reykjanes-Halbinsel künftig stärker in den Mittelpunkt rücken. Konkret geht es darum, diese geologisch sehr jungen und weiterhin aktiven Landschaften als bedeutende geologische UNESCO-Erbestätten innerhalb des Geoparks hervorzuheben.
Damit würden vor allem die jüngsten Eruptionsgebiete deutlich mehr Gewicht bekommen und sichtbarer Teil des Gesamtbildes des Geoparks werden.
Besucher und Wissenschaftszentrum in Grindavík geplant
Parallel dazu wird ein neues Besucher- und Wissenschaftszentrum in Grindavík konkret diskutiert.
Geplant ist die Nutzung eines bestehenden Gebäudes der Landsbankinn. Das Zentrum soll sich auf Geologie und Naturgefahren konzentrieren und sowohl Besucher als auch Forschungsteams ansprechen.
Neben Ausstellungen sind auch Informationsangebote sowie Raum für wissenschaftlichen Austausch vorgesehen. Ziel ist es, die vulkanische Aktivität der Region verständlich und zugänglich zu vermitteln. Dies geht aus dem Protokoll der Sitzung des Vorstands des Reykjanes-Geoparks hervor.
Die Kombination aus stärkerer Hervorhebung der jüngsten Vulkanfelder und einem zentralen Ort zur Vermittlung zeigt eine klare Richtung. Der Reykjanes Geopark will aktuelle vulkanische Prozesse stärker ins Zentrum stellen und gleichzeitig besser erklären. Genau darin liegt auch das größte Potenzial für die kommenden Jahre.
Titelfoto: Drei erloschene Vulkankegel im Sundhnúk-Gebiet aus der März 2023-Eruption / Mirjam Lassak


