14 Regionalprojekte in Island erhalten Förderung von 170 Millionen ISK


Infrastrukturminister Eyjólfur Ármannsson stellt im Rahmen des Regionalentwicklungsplans insgesamt 170 Millionen ISK für 14 Projekte zur Verfügung. Ziel ist es, strukturschwache Siedlungen landesweit zu stärken, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Innovation gezielt zu fördern. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Regierung hervor.

Insgesamt gingen 28 Anträge mit einem beantragten Volumen von rund 756 Millionen ISK ein. Die nun bewilligte Summe ist die bislang höchste innerhalb dieser Fördermaßnahme im laufenden Regionalplan. Die Auswahl erfolgte durch einen dreiköpfigen Ausschuss auf Grundlage der geltenden Richtlinien für Ministerialzuschüsse.

Die Maßnahme soll regionale Entwicklungsstrategien enger mit kommunalen Plänen verzahnen. Besonderes Augenmerk liegt auf Regionen mit anhaltendem Bevölkerungsrückgang, erhöhter Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation.

Gefördert werden folgende Projekte:

  1. Nachhaltiger Tourismus in Dalir
    Begünstigter: Verband der Kommunalbehörden in Westisland (SSV)
    Zuschuss: 9 Mio. ISK
    Das Projekt umfasst eine einjährige Marketingkampagne für Dalir, Schulungen und Workshops für Reiseanbieter sowie die Entwicklung einer nachhaltigen lokalen Tourismusstrategie.
  2. Ländliche Wohnbedingungen im Süden von Snæfellsbær
    Begünstigter: SSV
    Zuschuss: 11,5 Mio. ISK
    Untersucht werden Siedlungsstruktur, Stabilität und Zukunftsszenarien im Schulbezirk Lýsuskóli. Ziel sind konkrete Vorschläge zur Stärkung von Wohnraum, Familienansiedlung und kommunaler Infrastruktur.
  3. Nachhaltiger Anbau von Knöterichwurzel in den Westfjorden
    Begünstigter: Westfjords Quarter Association (FV)
    Zuschuss: 9 Mio. ISK
    Geplant ist der kontrollierte Anbau gesundheitsfördernder Pflanzen wie Knöterichwurzel. Die Nutzung soll eine neue landwirtschaftliche Wertschöpfungskette schaffen und langfristig zur Stabilisierung ländlicher Gebiete beitragen.
  4. Lebensmittelzentrum Breiðafjörður in Króksfjarðanes
    Begünstigter: FV
    Zuschuss: 20 Mio. ISK
    In Reykhólahreppur entsteht ein Lebensmittelzentrum mit zertifizierten Produktionsanlagen. Landwirte und Unternehmer erhalten Zugang zu Infrastruktur zur Verarbeitung von Agrarprodukten, Meeresfrüchten, Algen und weiteren regionalen Rohstoffen.
  5. Entwicklungsgesellschaft Króksfjarðarnes
    Begünstigter: FV
    Zuschuss: 11 Mio. ISK
    Ziel ist die Vermarktung des Ortes als Investitionsstandort. Ungenutzte Geothermiepotenziale sollen künftig wirtschaftlich in Tourismus, Landwirtschaft und Forstwirtschaft genutzt werden.
  6. Kuklíð – Zentrum für Lebensmittelunternehmertum in Strandir
    Begünstigter: FV
    Zuschuss: 16 Mio. ISK
    Über drei Jahre wird das Gründerzentrum gestärkt. Ein Projektmanager soll Innovationen im Lebensmittelbereich fördern und die Basis für einen dauerhaften Betrieb schaffen.
  7. Aquarienprojekt in Raufarhöfn
    Begünstigter: SSNE
    Zuschuss: 8 Mio. ISK
    Mit einem Folgebeitrag werden Dach und Beschilderung fertiggestellt. Die Anlagen sollen künftig für Kultur-, Kunst- und Tourismuszwecke nutzbar sein.
  8. Rathaus Raufarhöfn – Wirtschafts- und Gemeindezentrum
    Begünstigter: SSNE
    Zuschuss: 10 Mio. ISK
    Der Ausbau soll neue wirtschaftliche Aktivitäten ermöglichen, Unternehmer und Studierende anziehen sowie Bildungsangebote vor Ort stärken.
  9. Wachstumsplan Nordosten
    Begünstigte: SSNE in Zusammenarbeit mit SSA
    Zuschuss: 20 Mio. ISK
    Das Projekt formuliert eine Infrastrukturvision für den Nordosten und soll Wertschöpfung sowie neue Arbeitsplätze schaffen. Es knüpft an eine Vereinbarung zur Verbesserung der Stromversorgung und Versorgungssicherheit an.
  10. Stöðvarrimi – Gemeinschaftsraum in Stöðvarfjörður
    Begünstigter: SSA
    Zuschuss: 15 Mio. ISK
    Im Kreativzentrum entsteht ein 98 Quadratmeter großer Coworking-Space, der ortsunabhängiges Arbeiten, Fernunterricht und neue Geschäftsmodelle ermöglichen soll.
  11. Wintertourismus in Seyðisfjörður
    Begünstigter: SSA
    Zuschuss: 13 Mio. ISK
    Durch ein Tourismuscluster sollen Angebote im Winter ausgebaut und ganzjährige Strukturen geschaffen werden. Eine engere Anbindung an das Skigebiet Stafdalur sowie neue Freizeitangebote sind geplant.
  12. Historische Pfade Südislands
    Begünstigter: SASS
    Zuschuss: 6,5 Mio. ISK
    Entwickelt wird eine digitale Tourismusroute auf Basis historischer Wege und regionaler Geschichten. Ziel sind längere Aufenthalte und höhere lokale Wertschöpfung.
  13. Der Vulkanpfad – Marketing und Kommunikation
    Begünstigter: SSS
    Zuschuss: 4,5 Mio. ISK
    Das Gemeinschaftsprojekt von Reykjanes und Südisland vermittelt Wissen über vulkanische Aktivität und deren Auswirkungen. Die Mittel fließen in Marketing und Koordination.
  14. Grindavík – gemeinsam in der Offensive
    Begünstigter: SSS
    Zuschuss: 16,5 Mio. ISK
    Nach Naturkatastrophen soll die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilisierung unterstützt werden. Durch Schulungen, Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sollen Resilienz und Zukunftsperspektiven gestärkt werden.

Mit der aktuellen Vergaberunde setzt die Regierung einen klaren Schwerpunkt auf dezentrale Entwicklung. Besonders ländliche Regionen erhalten gezielte Impulse, um Abwanderung zu bremsen und neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen.

Titelbild: Local Market Kroksfjardarnes / Mirjam Lassak

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