Mordversuch in Reykjavík: Parkhaus-Angriff mit überwiegend ausländischen Beteiligten

Ein gewaltsamer Angriff in einem Parkhaus im Stadtteil Borgartún in Reykjavík wird inzwischen als versuchter Mord untersucht. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend und hat ein größeres Polizeiaufgebot ausgelöst.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden bei der Attacke Stichwaffen und Schlagstöcke eingesetzt. Insgesamt drei Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Besonders erschreckend: Das Opfer soll nach dem Angriff zusätzlich von einem Fahrzeug angefahren worden sein.

Sieben Personen wurden zunächst festgenommen. Fünf Männer befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft – vier bis Freitag, einer für eine Woche. Der Fall wurde kurz nach Eingang der Meldung an die Zentralabteilung der Polizei übergeben, die nun wegen versuchten Mordes ermittelt. Die Ermittlungen gelten als sensibel und befinden sich in einer entscheidenden Phase.

Berichten von Visir zufolge hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs deutlich mehr Menschen in dem Parkhaus auf, möglicherweise sogar mehrere Dutzend. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Ein möglicher Zusammenhang mit Bandenstrukturen wird geprüft.

Auffällig ist zudem, dass es sich bei vielen Beteiligten um ausländische Staatsangehörige handeln soll, von denen einige erst seit kurzer Zeit in Island leben. Die Polizei arbeitet derzeit daran, die genauen Umstände und den Auslöser der Eskalation zu klären.

Der Fall sorgt in Island für Aufmerksamkeit, da Gewalttaten dieser Intensität vergleichsweise selten sind und mögliche organisierte kriminelle Strukturen im Hintergrund vermutet werden.

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